Samstag, 8. Februar 2014

Einmal im Jahr!

Schaut man sich die Frequenz an, mit der meine bisherigen Posts erschienen, könnte man der Meinung anheim fallen, ich schreibe an einem Buch des Lebens, dass am Ende meines Lebens maximal 90 Seiten haben soll.

Ich versuche es mal wieder. Es ist mir ja schon mal gelungen zu bloggen und hat mir damals große Freude bereitet. Vielleicht hat alles seine Zeit, vielleicht ist es aber beim Blogschreiben wie bei allen Themen des Lebens, es erfordert Disziplin.

Dabei ist in der Zwischenzeit soviel neues passiert, dass man alleine damit schon zwei Beiträge füllen könnte. Sicher, keinen interessiert dass ich noch in der kleinen Stadt am Meer studiere (die immer ein Stück von mir behalten wird) und mittlerweile in einer nicht mehr ganz so kleinen Stadt in der Nähe des Steinhuder Meeres wohne.
Interessanter ist vielleicht schon dass ich zwar immer noch verkaufe, aber ich dem Ruf des Geldes gefolgt bin und nun nach 10 Jahren nicht mehr Fisch unters Volk bringe, sondern die korrespondierenden Weine zum Fisch.

Spannend ist dabei vor Allem, dass ich mir selbst bewiesen habe dass man alles verkaufen kann und es weniger auf das Produkt ankommt, als auf die Einstellung. Gut, meine Freude für lukullische Genüsse wie Wein und Fisch sind ungleich höher als beispielsweise für Koks oder Computer. Daher ist es sicher leichter Wein statt Koks zu verkaufen (wobei bei zweiterem noch andere Unwägbarkeiten mit reinspielen).

Ich bin auch weit davon entfernt zu behaupten, ich hätte Ahnung vom Wein. Ich habe eher Ahnung vom verkaufen - und trinke gerne Wein.

Aber daraus spinnen wir jetzt mal den ersten inhaltlichen Beitrag zu dem Thema:

Ich habe von Anfang an meinen Kunden gegenüber wenig Hehl daraus gemacht, dass ich von Wein weniger Ahnung habe als vom genießen. Natürlich habe ich in den letzten 6 Monaten einiges gelernt, insbesondere durch die Lektüre des hervorragenden Buches von Captain Cork, aber von wirklichem Fachwissen bin  ich so weit entfernt wie der HSV von der Meisterschaft.
Kenntnisse im Bereich Fisch halfen mir. Nicht weil Fisch und Wein das gleiche sind. Aber es sind zwei erklärungsbedürftige Produkte, die sich durchaus je nach Region unterscheiden können und bei vielen Kunden für Vorbehalte sorgen, weil sie immer glauben nicht klug genug für das Produkt zu sein.
Diese Schwelle zu nehmen, ist das wichtigste - Wein ist erstmal nur ein Getränk. Peter Richter schrieb in seinem Buch " Keiner Trinkt Alkohol wegen des Geschmackes. Alle wollen die Wirkung" Das mag kontrovers sein, aber im Endeffekt ist Alkohol ein Kulturgut, was an erster Stelle wegen der Wirkung konsumiert wird.
Daher gilt es, dem Kunden klar zu machen dass Wein erstmal Spaß machen muss. Er kann billig oder teuer sein, kalter Rotwein oder warmer Weißwein - erlaubt ist was schmeckt. Was bringt mir der tollste Chateau Petrus, wenn er mir nicht schmeckt? Stattdessen mag ich nunmal lieber halbtrockenen italienschen Rotwein?
Hat der Kunde erstmal festgestellt, dass er ernst genommen wird, wird er langsam zum Weintrinker. Ob er will oder nicht. Die wenigsten können dem Charme von Wein widerstehen. Die verschiedenen Geschmacksrichtungen die sich bieten, um sich zu berauschen. Und das ist das woran viele spezialisierte Geschäfte meiner Meinung nach kranken - der Kunde wird nicht ernst genommen.


Natürlich hat auch der Job des Weinverkäufers das Kundenadäquat zu dem "ist ihr fisch auch frisch?" dazu an anderer Stelle mehr.

Ich versuche jedenfalls nun mehr zu bloggen. Morgen gibt es mehr an dieser Stelle. :)

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